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Sugardaddy Abzocke

Sugardaddy Abzocke auf Instagram

Auf Instagram und TikTok findet man immer häufiger Kommentare oder Direktnachrichten von vermeintlichen Sugardaddys. Oft sind diese auf Englisch verfasst und entsprechen meist diesem Wortlaut:

Hey baby, looking for a sugardaddy to spoil you? 😘💸

Auf Deutsch bedeutet dies soviel wie:

Hey Hübsche, suchst du einen Sugardaddy, der dich unterstützt? 😘💸

Es also darum, dass fremde Männer Mädchen oder Frauen anbieten, sie finanziell zu unterstützen. Doch wie seriös ist eine DM (Direct Message) mit diesem Angebot? Wer und was steckt dahinter? Erhält man wirklich Geld von den vermeintlichen Sugardaddys oder ist es Abzocke und Betrug? Wir klären auf.

Achtung: Mit höchster Wahrscheinlichkeit handelt es sich um eine Betrugs-Masche, die primär an Frauen gerichtet ist. Mit allerhand Versprechungen möchte man den „Sugarbabes“ nämlich das Geld aus der Tasche ziehen. Dies belegen auch Recherchen (extern) des Bayrischen Rundfunks.

Was passiert, wenn ich einem der Sugardaddys antworte?

Wenn du einem der Sugardaddys auf Instagram oder Tiktok antwortest, passiert meist immer dasselbe: Der vermeintliche Sugardaddy wird dir sagen, wie toll er dich findet und dass er dich gerne finanziell unterstützen möchte. Er möchte dir gerne einmalig oder monatlich Geldbeträge zukommen lassen. Diese Beträge liegen oft zwischen 50 und 3000 Euro. Dafür erwartet er, dass du hin und wieder mit ihm schreibst oder Bilder zusendest.

Für ein wenig Chatten oder Bilder mehrere hundert Euro verdienen? Das klingt natürlich für viele verlockend. Damit legen die Betrüger auch schon den Köder aus: Sie möchten das Vertrauen der Person gewinnen.

Wie funktioniert die Sugardaddy Abzocke?

Hat eine Frau angebissen und ist interessiert ein Sugarbabe zu werden, beginnt der zweite Teil der Masche. Die Betrüger erzählen ihrem Opfer, dass sie sichergehen möchten, dass sie nicht nach Überweisung des in Aussicht gestellten Geldbetrags auf Instagram oder Tiktok von den Frauen geblockt werden. Angeblich ist ihnen das bereits mit anderen Frauen passiert.

Um die Ernsthaftigkeit zu beweisen soll die Frau an den vermeintlichen Sugardaddy zuerst einen kleinen Geldbetrag überweisen. In der Regel sind dies 10 bis 50 Euro. Meist geschieht dies per PayPal oder anderen Zahlungsdiensten. Auch Gutscheinkarten oder Gutscheincodes werden angefragt.

Hat ihr Opfer einmal überwiesen, versuchen die Betrüger, welche Recherchen zufolge meist in Afrika oder Indien sitzen, noch mehr Geld aus dem Geldbeutel des gutgläubigen Sugarbabe zu ziehen. Dazu werden verschiedene Geschichten erzählt. Zumeist sind es diese zwei Lügen:

Geschichte 1:

Häufig erzählen die Betrüger, dass die erste Überweisung an den Sugardaddy nie eingegangen oder der Gutscheincode nicht gültig sei. Den Frauen wird gesagt, sie sollen das Geld erneut an ihren falschen Sugardaddy überweisen. Ihre Opfer machen dies in der Regel erneut, da sie davon ausgehen mit einer weiteren kleinen Überweisung einen großen Geldbetrag durch den Sugardaddy erhalten werden.

Geschichte 2:

In einer anderen uns bekannten Varianten des „Sugardaddy Scams“ wird den Frauen erzählt, dass die erste Überweisung an sie nicht funktioniert hätte. Dies liege unter anderem daran, dass Gebühren für die Überweisung durch den vermeintlichen Sugardaddy anfallen. Diese seien allerdings vom Geldempfänger, also dem Sugarbabe, zu tragen.

Die Betrüger versuchen durch immer neue Vorwände weitere Zahlungen von ihren Sugarbabes zu erhalten. Einen Geldbetrag von einem Sugardaddy wird man als Opfer dieses Betruges nie erhalten.

Wie verhindere ich, dass ich Opfer dieses Betrugs werde?

Nachrichten von Unbekannten auf Social Media, die viel Geld für wenig Gegenleistung versprechen, sollten Frauen immer kritisch betrachten. In der Regel sitzt kein Gönner am anderen Ende der Internetleitung. Frauen sollten solche Nachrichten und Kommentare also am besten ignorieren.

Hat man bereits den Fehler gemacht und einem falschen Sugar Daddy Geld oder einen Gutschein gesendet, sollte man auf keinen Fall weitere Zahlungen leisten. Das Geld ist bereits verloren. Weitere Überweisungen führen nicht zu einem Geldgeschenk vom vermeintlichen Sugardaddy.

Hilft eine Anzeige bei der Polizei?

Eine Anzeige bei der Polizei hilft vermutlich wenig, bereits verlorenes Geld zurück zu erhalten. Dies liegt vor allem daran, dass die Täter oft im Ausland sitzen und dort eine Strafverfolgung kaum möglich ist.

Dennoch kann es sinnvoll sein, Anzeige zu erstatten. Nur so entsteht auch bei den Behörden eine Wahrnehmung über diese Betrugsmasche. In Folge können die Behörden besser aufklären und Prävention leisten.

Warum echte Sugardaddys nicht bei Instagram kommentieren

Echte Sugardaddys, also wohlhabende Männer, die nach Frauen für eine Sugar Beziehung suchen, werden in den seltensten Fällen auf Instagram oder TikTok kommentieren. Diese Personen sind in der Regel durch ihren Beruf oder das Unternehmer-Dasein zeitlich sehr eingespannt. Auf gut Glück und ohne mehr über eine Frau zu wissen, schreiben Sugardaddys daher in der Regel keine potentiellen Sugarbabes an.

Möchte man ernsthaft einen Sugardaddy kennenlernen, eignen sich Sugardaddy Portale wie getasugar. Hier findet man Profile von potentiellen Sugarbabes und Sugardaddys. Da Sugardaddys auf getasugar eine kostenpflichtige VIP Mitgliedschaft benötigen, um den registrierten Damen zu schreiben, kann man davon ausgehen, dass hier keine Betrüger die beschriebene Sugardaddy Masche nutzen. Zudem bietet das Portal eine kostenfreie Verifizierung mittels Ausweis oder Foto Identifikation an. Anhand entsprechender Badges erkennt man so besonders seriöse Profile.